Was passiert, wenn …? Schluss mit Selbstzweifel und Versagensängsten

SelbstzweifelIch stehe auf schwankenden Brettern, nur einen Schritt vor mir liegt die See. Dahinter liegt das Land. Ich winke mit einem Stück Papier in der Hand. Datiert auf den 2. Juli 2007, macht es, dass ich nun Texterin bin. Selbständig. Nicht länger Angestellte, sondern Unternehmerin. Mein Gewerbeschein flattert druckfrisch im Wind. Ich kann es kaum fassen: Habe den sicheren Hafen verlassen, bin über den Steg gegangen und nun steh ich da an der Reling und blicke zurück und nach vor. Da sehe ich, wie mein Hafen am Horizont verschwindet, sage ade zu Fixgehalt bei Festanstellung – dem sicheren Boden unter den Füßen. War das eine gute Idee? Oder kommen nun etwas Selbstzweifel auf?

 

Wohl kaum, wenn ich die Wolken betrachen, die sich über dem Festlang zusammenbrauen. Ich wende mich dem offenen Meer zu und rufe hurra! Hurra Freiheit! Selbständigkeit! Hurra neues Leben. Ein wildes Gefühl von Abendteuerlust überkommt mich. Ich bin erwartungsfroh, neugierig – und doch: die Freude ist nicht ungetrübt. Ist das nicht schrecklich unsicher, so ein unregelmäßiges, selbständiges Einkommen? Werde ich davon leben können?

 

Bei allem Enthusiasmus, ich kann es nicht abstreiten, mischen sich unter Begeisterung und Zuversicht auch bange Gefühle leiser Angst. So entfesselt und losgelöst von allen Zwängen, ich spürte in dem Moment keinen Halt. Die Sicherheit war weg. Und die Frage da:

 

Was passiert, wenn …?

 

Bestimmt kennst du das auch. Viele meiner Kunden, die gerade gründen oder sich in einer beruflichen Veränderung befinden, berichten mir davon: Bedenken kommen auf,  Selbstzweifel und Versagensängste. Das Zutrauen in die eigene Person steht auf dem Prüfstand: Kann ich das schaffen; selbständig – so ganz ohne Fixum?

 

  • Bin ich gut genug?
  • Bringt meine Arbeit was?
  • Werde ich ausreichend Kunden haben?
  • Kann ich das Geld verdiene, das ich brauche?

 

Jedenfalls, als ich gründete, dachte ich: Ich muss verrückt sein. Was, wenn etwas schief geht. Ich brauch doch Sicherheit. Nur …

 

Was ist Sicherheit?

 

Die fixe Anstellung im Schoße eines Arbeitgebers?
Ist das so sicher?

Es ist doch seltsam, wenn wir uns da lieber auf andere verlassen, als auf uns selbst. Also ob sich ein anderer mehr für deine Existenzsicherung einsetzen würde als du. Warum glauben wir, ein anderer könne uns mehr Sicherheit geben? Wo kommt der Gedanke her? Wer hat uns den eingepflanzt?

Warum blenden wir die Tatsache aus, wenn es um die Entscheidung ‚angestellt oder selbständig‘ geht, dass Firmen Arbeitskräfte abbauen, schließen und globale Unternehmen weiterziehen wie Viehherden, von Kontinent zu Kontinent, sobald das Gras wo abgefressen ist. So ganz ohne Risiko ist das nicht, wenn man sein Wohl und Weh von denen abhängig macht.

 

Verabschiede die Selbstzweifel – sei dein eigener Chef

 

Wir klammern uns an vermeintliche Sicherheiten im Außen.
Wenn du groß bist, dann sorgt dein Ehemann für dich – oder der Arbeitegeber – oder Vater Staat. So wurde uns das beigebracht: Irgendjemand sorgt schon für dich.
Aber was, wenn nicht? Was wenn du feststellst, im Zweifelsfall bist du auf dich gestellt. Wenn es darauf ankommt, kannst du dich nur auf einen Menschen wirklich verlassen – und das bist du. Nur seltsamerweise wurde uns das systematisch abtrainiert. So werden wir nie groß, wenn wir uns zeitlebens von anderen beformundenlassen wir Volkschulkinder. Frage: Wer hat etwas davon, wenn wir uns klein und unselbständig fühlen? Nur diejendigen, die uns dann für ihre Zwecke einspannen ins Hamsterrad …

 

Es gibt keinen vernünftigen Grund an sich selbst zu zweifeln, und aus einem unbegründeten Gefühl der Unzlänglichkeit heraus wo festzuklammern, wo scheinheilig gelogen, betrogen, sich bereichert und abgeschöpft wurde. Sich auf andere verlassen macht abhängig und unfrei. Wenn ich mir ansehen, wo das hingeführt hat, wenn ich mir all die Krisen angucke, die Schurkenstücke und Skandale die aufkommen, dann frage ich mich schon, warum ich denen mehr zutrauen sollte, als mir selbst. Das ist doch sowas von Titanik.

 

Aus dem Februar-Brief von Robert Betz:

 

Unsere Welt verändert sich. Wir sind jedoch nicht Opfer dieser globalen Veränderung. Sie geschieht FÜR uns, damit wir bereit werden für die Veränderung IN uns. Wir werden angehalten, um zur Besinnung zu kommen, um uns für ein neues Denken zu öffnen, darüber, wer wir von Natur aus sind, wozu wir hier sind, was Mensch-Sein wirklich bedeutet. Das dunkle Zeitalter geht zu Ende. Jeder darf diesen Prozess der Transformation aktiv mitmachen und so zu Frieden, Klarheit, Ordnung und einer bejahenden Freude gelangen.

 

Immer mehr Menschen sind immer weniger gewillt, ein Rädchen im System zu sein. Es ist an der Zeit, dass wir eine Gesellschaft erschaffen, in der Beruf wieder mit Berufung und Leidenschaft assoziiert wird. Entgegen allem, was man uns bis dato glauben machte, macht das alte, auf  Druck und Stress aufgebaute Arbeitssystem Menschen nicht produktiv, sondern nur kaputt. Und deshalb steigen immer mehr aus und besinnen sich auf ihre eigenen Talente und Fähigkeiten. So wie du 🙂 .

 

Du bist ein Trendsetter, ein Pionier. Habe den Mut und vertraue in dich

 

Die steigende Zahl derer, die sich selbständig machen, kommt nicht von ungefähr. Siehe Beitrag zum Thema: Selbständig oder Angestellt? Die Trends der neuen Arbeitswelt.

Wann immer Selbstzweifel und Versagensängste beginnen an deiner Zuversicht zu nagen, schöpfe Mut und Selbstvertrauen, indem du deine Befürchtungen aus dem Weg räumst.

 

Bin ich gut genug?

 

Woran erkennst du, dass du fähig und bereit bist, deine Leidenschaft erfolgreich zum Beruf zu machen? Was schenkt dir die Gewissheit, dass du ein selbständiges Einkommen erzielen und auch gut davon leben kannst? Mach dir klar, wie gut du drauf bist. Fokussiere deine Stärken und höre auf, auf vermeintlichen Defiziten rumzureiten. Stell dir folgende Fragen und beantworte sie am besten schriftlich:

 

  • Liebe ich, was ich tue?
  • Entspricht es meinen Talenten und Fähigkeiten?
  • Kann ich mich Stunden damit beschäftigen, ohne dass es mir überdrüssig wird?
  • Habe ich eine entsprechende Ausbildung?
  • Beschäftige ich mich laufend mit dem Thema?
  • Festige ich mein Wissen durch praktische Anwendung?
  • Übe und trainiere ich meine Fertigkeiten durch ständiges Tun?
  • Erkenne ich meine Fortschritte?
  • Ist mein Know-how up to date?
  • Bilde ich mich weiter? Besuche ich Vorträge, Schulungen, Workshops?
  • Lese ich Fachliteratur?
  • Mache ich Artikel, Blogbeiträge oder Bücher zu meinem Fachgebiet?
  • Spreche ich über meine Themen?
  • Werde ich als „Expertin“ wahrgenommen?
  • Gebe ich mein Wissen und Können in Vorträgen, Workshops, Seminaren weiter?
  • Erhalte ich positives Feedback von Kunden, Mentoren, Ausbildungsleitern, Freunden oder Mitmenschen?

Wenn du diese Fragen überwiegend bejahen kannst, bist du für dein Vorhaben auf jedem Fall gut gerüstet.

 

Bringt meine Arbeit was?

 

Dir sollte sie auf jedem Fall Freude und Erfüllung bescheren. Natürlich auch Geld 😉 Deshalb ist zu checken, ob deine Berufung auch als Beruf taugt, von dem man leben kann. Gibt es einen Markt für dein Angebot? Wer ist die Zielgruppe, welche Wünsche, Bedürfnisse und Probleme sind da, für die dein Angebot die Lösung darstellt. Welchen Nutzen bietest du, welche Vorteile ergeben sich daraus. Und wie setzt man das alles um?

Einen Leitfaden dafür findest du in diesem Artikel: Marketingkonzept für soliden Geschäftsaufbau
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Werde ich genug Kunden haben?

 

Übersetzt heißt das: Wie bringe ich mein Angebot unter die Leute? Wie werden potenzielle Kunden auf mich aufmerksam? Wie wecke ich Begehrlichkeit und überzeuge meine Zielgrppe vom Nutzen meiner Dienste und Produkte, damit sie bei mir kaufen, statt zum Mitbewerb zu laufen … 😉

Ja, es geht um Kundengewinnung. Klar. Kommunikation, Werbung, die ganze Leier.

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4 Kommentare

  1. 12. Mai 2016    

    Ich hatte bereits das Vergnügen einer Coaching-Sitzung bei Bella und kann dies sehr empfehlen. Auf einfühlsame Art wurde ich kompetent und aufmerksam unterstützt bei meiner „Kurzvorstellung“ = Elevator pitch. Danke!

    • 12. Mai 2016    

      Es ist eine wahre Freude mitzuerleben, wie du dich entfaltest und wächst. Es steckt so viel Aufmerksam, Mitgefühl und Können in dir. So schön zu sehen, wie du Knospe um Knospe zum Blühen bringst.

  2. 23. Mai 2016    

    Hallo Bella,

    mein Flugzeug ist bereits auf dem Rollfeld und ich nehme beständig an Fahrt zu.
    Trotzdem kommen mir gerade die Fragen in den Kopf, die du benennst.
    Allen voran die Frage: Wird es reichen? Kommen genug Kundenaufträge rein?

    Und dann mache ich daraus ein: WIE kann ich dafür sorgen, dass genügend Aufträge da sind.
    Das bringt mich wieder in die Gestalter-Rolle ich ich gebe weiter Gas.

    Danke für deinen Artikel,
    Viele Grüße, David

    • 23. Mai 2016    

      Das ist ein enorm wertvoller Input von dir, David. Danke herzlich.
      Merke: Frage dich nicht, ob es geht. Frage dich immer: WIE es geht.
      Die Frage nach dem „ob“ bringt dich ins Zweifel.
      Die Frage nach dem „WIE“ bringt dich ins Handeln.
      Gaspedal durchtreten, hochziehen, flieg!
      Alles Gute David. Du machst das!

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Bella Bley

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ich heiße Bella Bley. Reisen. Kreativ & selbständig sein. Die Berufung erfolgreich zum Beruf machen. Arbeiten wann und wo ich will, sich frei fühlen, entfalten können, selbstbestimmt und unabhängig sein. Ist das auch genau deins? Prima. Dann bist du hier richtig. Bei mir geht es ums Reisen – die Welt und dabei sich selbst dabei entdecken. Um die kreative Schöpferkraft und darum, den inneren (Lebens)Künstler zu entfalten. Und um ein erfülltes Berufsleben. Ich unterstütze dich strategisch und kreativ, deine Berufung erfolgreich zum Beruf zu machen. Als Tourismuskauffrau, Dipl. Mediendesignerin, Texterin, Marketing- & Mindstyle-Mentorin stehe ich dir mit Rat und Tat zur Seite.

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