Schreiben: So schmiedet man eine persönliche Verbindung zum Leser

Schreiben umfasst mehr als nur das trockene Transportieren von Inhalten. Menschen lieben Texte, wegen der Menschen, die sie schreiben. Sie suchen nach Typen, denn das Gewöhnliche begegnet ihnen an jeder Ecke.

Gibt deinen Lesern einen Grund, dir zu folgen. Zeig, wer du bist, wofür du stehst. Zeig, dass du sie verstehst, mit ihnen fühlst, lebst und leidest.

Doch vor allem: Schenke ihnen deine Stimme.

 

Wie du beim Schreiben

eine persönliche Verbindung zum Leser schmiedest

 

 

1) Deine eigene Stimme verwenden

 

Jeder hat einen persönlichen Stil und Ton – eine angeborene „Stimme“. Das ist die, in der du zu deiner Familie sprichst, zu Freunden und Menschen, die dir nahe stehen, wenn du sie für etwas begeistern will. Wenn du dich traust, mit dieser Stimme zu schreiben, gibst du deinen Lesern einen Grund, deine Texte zu lesen. Förmliche Normalo-Texte lesen Menschen jeden Tag. Ganz viel Wischi-Waschi, kein Statement, keine klaren Ansagen, kein Mut, kein Profil.

Dabei geht es nicht bloß um Schreibstil und Thema – sondern um DICH:
  • Deine Sichtweisen- die Brille, durch die du die Welt betrachtest
  • Deine Art zu leben
  • Dein Stil zu schreiben
  • Deine Statements und Überzeugungen

Schule deine eigene Stimme. Entwickle deinen Stil – und DEINE Leser werden dich finden. Du musst nicht allen gefallen, nur denen, die zu dir passen. Leuten, die so ticken wie du. Für sie bist du ein Quell der Inspiration. Darauf kommt es an.

 

2) Ein persönliches Foto hinzufügen

 

Das ist eine der einfachsten Methoden Nähe aufzubauen. Natürlich ein Foto der Person, aus deren Perspektive der Brief, der Blog oder Artikel geschrieben wird. Zeig, dass hier eine tatsächliche existierende Person schreibt.

 

3) Versetzte dich in die Lage der Leser

 

Für wen schreibst du? Besteht dein Lesezirkel aus Frauen in den besten Jahren die ihre Berufung zum Beruf machen wollen? Oder sind es junge, karrierehungrige Kerle, die Kohle machen wollen. Sind es Marathonläufer, Vegetarier, Yogis oder Weltenbummler …?

Was interessiert diese Leute? Wie fühlen Sie sich? Was denken sie, wie sprechen sie? Wofür interessieren sie sich. Auf welche ihrer Fragen hast du die passenden Antworten? Zeichne beim Schreiben deiner Texte ein Bild, indem sich deine Leser wieder erkennen. Bilde den Status Quo ab und zeig, dass du im Bilde darüber bist, was Sache ist. Wenn deine Texte Lösungen und Antworten auf ihre Probleme liefern und wenn du dazu Hilfestellungen oder Produkte anbietetst, dann schildere ausführlich den Weg zur Lösung. Und zeichne ein lebendiges Bild, wie sich ihr Leben mithilfe deiner Diensteistungen und Angebote verbessert. Merke: Nichts versprechen, was du nicht halten kannst!

 

4) Baue kleine Enthüllungen in den Text ein

 

Wenn du in einem Blogbeitrag, auf deiner persönlichen „Über-Mich-Seite“ der Website, in einem Artikel oder Werbemailing persönliche Details aus deinem Leben schilderst (bzw. aus dem Leben der Person, aus deren Perspektive der Text geschrieben wird), hat der Leser das Gefühl, mehr über den Verfasser zu wissen. Das baut Vertrauen und Nähe auf.

 

5) Zeig deine „Achilles Ferse“ – enthülle eine Schwäche oder Unsicherheit

 

Zeig deinen Lesern, dass du eine von ihnen bist. Dass du sie verstehst und ihre Nöte kennst. Das gilt insbesondere, wenn du beispielsweise Werbetexte, Blogartikel oder Mailings schreibst, die Diätprogramme oder Lehrgänge verkaufen sollen.

Die potenziellen Kunden fühlen sich unsicher. Sie möchten eine Diät oder eine Ausbildung absolvieren, weil sie mit ihrem Status Quo unzufrieden sind. Sie möchten etwas ändern. Aber sie haben auch Angst vor Bloßstellung. Es ist leichter sich mit jemanden auszutauschen, der versteht, wie es einem geht. Deshalb darf ich als Autorin ruhig meine eigenen Schwächen und Erfahrungen eingestehen. Das mich mit dem Leser erfahrungsmäßig auf ein Level. Umso mehr ich als Autorin klüger, reicher, attraktiver und unfehlbarer wirke, desto mehr Scheu wird der Leser empfinden. Er wird sich seine Hilfe wo anders suchen, dort, wo er sich verstanden fühlt. Man darf also ruhig die eigene „Achilles-Ferse“ zeigen. Mit all dem beweise ich als Texter, dass ich auch ich ein Mensch mit Schwächen, Fehlern und Unsicherheiten bin.

 

6) Den Leser in eine „exklusive Gruppe“ aufnehmen

 

Werbefuzzis sind ganz eigene Leute. Nerds auch. Das gilt auch für Energetiker und Heilpraktiker oder Ärzte, Coaches und Wirtschaftshaie. Sie alle bilden unter sich eine Gruppe, einen eingeschworenen Kreis. Sie bevorzugen gewissen Ansichten und Praktiken, die charakteristisch für ihre Gruppe sind. Damit grenzen sie sich in ihren Werten und Absichten aber auch von anderen Berufsgruppen und Branchen ab.

Golfspieler sind ein ganz eigener Menschenschlag, genauso wie Angler, Tennisspieler oder Motorsportfans.

Der Inhaber einer goldenen American Express Kreditkarte, fühlt sich einem bestimmten Personenkreis zugehörig. Ebenso Mitglieder eines Lions Clubs oder Rotary Clubs.

Egal ob Business, Hobby oder Club – die Leute einer bestimmten Gruppe teilen sich ein gemeinsames Weltbild. Der Kreis, dem sie sich zugehörige fühlen, schweißt sie zusammen und grenzt sie deutlich von anderen ab. Das schmiedet eine besondere Verbindung.

Wenn man den Leser in eine exklusive Gruppe aufnimmt, dann vermittelt man ihm beim Schreiben: Wir sitzen alle im selben Boot – ich bin einer von Euch bzw. du bist wie ich. Ich weiß, was wir mögen, wie wir sind, was wir ablehnen und gar nicht gut finden.

 

7) Distanz. Abgrenzung zu einem gemeinsamen „Feindbild“ schmiedet Verbundenheit

 

Meistens wissen wir Menschen es viel besser, was wir nicht mögen und nicht gut finden. Deshalb: Wenn man den Leser erst in seine Gruppe aufgenommen hat, kann man eine noch stärkere Bindung schmieden, wenn man seine Werte und Ansichten, Zeile und Wünsche einem gemeinsamen Feindbild gegenüberstellt

Wenn man Texte schreibt die eine Verkaufsabsicht beinhalten, Mailings zum Beispiel, die sich an die Mittelstandsbürger richtet, die Gruppe der fleißig arbeitenden Durchschnittsleute, zieht man eine Grenze „zum Kapital, das sich scheinbar wie von selbst vermehrt“. Man fragt vielleicht, wer denn da die Leistung bringt …Die leistungslose Geldvermehrung aus dem Nichts wird hier als Feindbild definiert, von dem man sich distanziert. Die Sache, mit der man nix am Hut hat, weil man sie nicht gut findet.

So stehen Leser und Autoren gemeinsam auf einer Seite den anderen gegenüber. Durch diese Position steht man als Autorin oder Texter dem Leser als Vertrauter zur Seite und wirke nicht wie der Verkäufer, der etwas aufschwatzen will.

 

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