Meditation: Wie unser Geist unser Dasein formt

Meditation

Activedia / Pixabay

Meditation fördert eine höhere Belastbarkeit bei Schwierigkeiten und stärkt  die Selbstkontrolle, was uns zum Souverän unserer Emotionen macht, anstatt zu ihren Sklaven. Anhand einer Meditationsstudie zeigt dieser Artikel, wie unser Geist unser Leben formt.

Unser Geist trifft ständig Entscheidungen: „ Soll ich noch die Wäsche bügeln, obwohl ich schon müde bin, oder lieber bei einer Tasse Tee entspannen? Soll ich das Netzwerktreffen besuchen und über’s Business fachsimpeln oder zu Hause bleiben und mit den Kindern musizieren. Ins Kino gehen oder ein Buch lesen? Zum Urlaub in die Berge oder ans Meer fahren? Die Buchhaltung erledigen oder den Plan für die Gartengestaltung entwerfen …?“

Die gefällten Entscheidungen bestimmen daraufhin, welche Schaltkreise im Gehirn aktiviert werden. Die Nervenbahnen und Gehirnregionen, die durch die getroffenen Entscheidungen aktiviert werden, werden dadurch ausgebaut und wachsen, wie Autobahnnetze und Metropolen, die häufig und viel frequentiert werden.

So erzeugt der Geist buchstäblich das Gehirn

Unser Leben wird von uns durch diese Entscheidungen gestaltet. Es formt sich entsprechend dem, was wir denken und daraufhin tun. Denn die Handlungen sind mit einem entsprechenden Gefühl dazu verknöpft. Wir haben entweder Lust auf eine Sache und üben Sie mit Freude aus, was unsere Stimmung erhöht. Oder wir fühlen und von der Pflicht unter Druck gesetzt, müssen uns überwinden und „kämpfen“, empfinden Mussmut oder Stress und fühlen uns entsprechend down.

So oder so sind die Entscheidungen, die wir treffen und die Handlungen, die wir setzen und die entsprechenden Empfindungen die Ursachen, die unser Leben zu unserem Leben machen.

Menschen, die das Leben als Kampf sehen, solche mit Glaubenssätzen wie: „Das Leben ist kein Honigschlecken, im Leben wird dir nichts geschenkt, nur harte Arbeit zählt etwas, wer rastet der rostet … etc.“ stehen Wohlfühltechniken wie dem Meditieren skeptisch gegenüber. „Wozu soll das gut sein?“, fragen sie. „Was soll das bringen?“

 

Studie zur Achtsamkeitsmeditation

Ein Skeptiker dieses Kalibers war auch Dr. Graham Phillips[1], Astrophysiker und TV-Journalist. Deshalb startete er einen Selbstversuch, um den Nutzen der Meditation auf den Prüfstand zu stellen.

Damit der den Nutzen der Meditation ernst nehmen konnte, brauchte er handfeste Beweise. Also unterzog er sich vor dem Start seines Meditationsversuches einem Forscherteam der Monash Universitiy und durchlief eine Reihe von Tests zur Auswertung seiner Gedächtnisleistung, seiner Reaktionsfähigkeit und Konzentration. Außerdem vermaßen die Forscher anhand von Kernspintomogrammen die Größen seiner Gehirnareale und sahen sich ganz genau die Bereiche an, die fürs Lernen und Merken, für die Motorik und die emotionale Regulierung zuständig sind. Die Forscher maßen auch die Veränderungen in Phillips’ Gehirn während und nach der 8-wöchigen Meditationserfahrung.

 

Ergebnis nach nur 2 Wochen Achtsamkeitsmeditation:

Philipps war weniger gestresst! Er konnte die Herausforderungen seines Berufes leichter bewältigen. Wie er selbst sagte, nahm er den Druck seines Jobs wohl wahr, aber er ließ sich davon nicht mehr so runterziehen.

Acht Wochen später maßen die Forscher folgende Verbesserungen der Gehirnleistung:

  • Phillips Gehirn wies eine höhere Energieeffizienz auf. Die Nervenaktivität war zurückgegangen. Das Gehirn erledigte seien Arbeit besser mit weniger Energie
  • Seine Gedächtnisleistung hatte sich verbessert
  • Seine Reaktionszeit auf unerwartete Ereignisse hatte sich um beinah eine halbe Sekunde verbessert. (Welch Glück, wenn einem beispielsweise plötzlich ein Fußgänger vors Auto läuft …)

Die Wissenschaftler vermaßen auch den Teil im Gehirn (Gyrus dentatus), der für die Regulierung der Emotionen in anderen Arealen des Gehirns zuständig ist. Er wacht über das sogenannte „Ruhezustandsnetzwerk“, also einer Gruppe von Gehirnregionen, die beim Nichtstun aktiv sind und die sich beim Lösen von Aufgaben ausschalten. Die Masse der Neuronen im Gyrus dentatus hatte um 22,8 % zugenommen. Das ist eine drastische Verbesserung der emotionalen Regulierungsfähigkeit.

Auch seine kognitiven Fähigkeiten nahmen aufgrund der Meditation rasant zu. Kognition beschreibt die Informationsverarbeitung. Also alles, was das Gehirn im Hinblick auf Wahrnehmen, Aufmerksamkeit, Erinnern, Lernen, Problemlösen, Vorstellen, Planen, Orientieren, Argumentieren, Selbstbeobachten, Kreativsein, Gauben und Wollen so leistet.

 

Der Geist lenkt, das Gehirn formt sich entsprechend

 

Graham Phillips’ Studienergebnis ist kein Einzelfall. In 21 Studien zur Achtsamkeitsmeditation wurden bei den Teilnehmern die Gehirnregionen vor und nach dem Meditieren gemessen und die Forschungsarbeiten weisen alle darauf hin, dass Meditation die Gehirnstruktur verändert.

Wie die Gehirne dieser Personen vernetzt sich auch unser Gehirn ständig neu. In den Arialen, die trainiert werden, erhöht sich das Aufnahmevermögen – oder anders gesagt: das Talent.

Man lässt sich auf eine neue Erfahrung ein. Schon beginnt das Gehirn anders zu ticken. Verändert man sein Denken, fließen die Signale im Kopf entlang neuer Nervenbahnen. Die Nervenzellen feuern und vernetzen sich entsprechend des neuen Denkmusters.

Stell dir vor, was so eine emotionale Regulierung durch Meditation für eine Auswirkung auf dein Leben hat:

 

Herausforderungen bringen dich nicht mehr so leicht aus der Ruhe!

 

  • Weniger aufregen und ärgern über die Arbeit, oder das, was Kunden, Kollegen, Partner, Kinder, Lehrer, Politiker etc. sagen oder tun …
  • Mehr Gelassenheit im Stau, mit dem eigenen Körper oder Aussehen, oder mit Blick auf die Schlagzeilen in den Medien …
  • Sich weniger sorgen um die Meinung anderer, Konflikte, religiöse oder politische Meinungsverschiedenheiten, die Börse, die Wirtschaft, das was man hat und das was man nicht hat und den ewigen Zeitdruck …

 

Stell dir vor, du lebst mit einem Gehirn, das viel besser in der Lage ist als bisher, all diese Herausforderungen zu bewältigen, so dass dein Glück weniger von Sorgen, Ärgernissen und Problemen getrübt wird.

 

Meditation verändert nicht nur deine momentane Stimmungslage oder Gemütsverfassung. Dauerhaft praktiziert veränderst du dadurch deine Wesenszüge. Du gewinnst buchstäblich einen neuen Charakter: Wirst vom Sauertopf zum Sonnenschein, vom Mauerblümchen zur Charismatikerin, vom Hosenscheißer zum Hero …

 

Meditation fördert eine höhere Belastbarkeit bei Schwierigkeiten. Gelassenheit schafft mehr Mitgefühl und Sympathie für andere Menschen. Außerdem stärkt sie die Selbstkontrolle, was uns zum Souverän unserer Emotionen macht, anstatt zu ihren Sklaven.

 

Links zu Achtsamkeitsmeditationen:

Achtsamkeitsmeditation zur Mitte des Herzens – 7 Minuten

Geistige Klarheit, Entspannung & Konzentration – 14 Minuten

Nach Thich Nhat Hanh, Atemmeditation – 18 Minuten


[1] Quelle: Geist über Materie von Dawson Church

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