Leitfaden: 15 Schritte von der Geschäftsidee zum florierenden Unternehmen – Businessplan Teil 1

BusinessplanSich selbständig machen, ein Business gründen, ein florierendes Geschäft aufbauen, dieses Vorhaben lässt sich ausgezeichnet mit dem Antritt einer Reise vergleichen: Vorbereitung – Start – Weg – Ziel. Einen Businessplan erstellen, das ist so wichtig wie eine gute Reiseplanung. Damit wir uns richtig verstehen: Ich schreibe hier von einer Reise, nicht von Urlaub. Unternehmertum ist kein All-inclusive-Aufenhalt im Club Magic Life am weißen Strand der Weltwirtschaft; auch wenn viele sich das so vorstellen.

Ein Hauch von Abenteuer

Selbständigkeit umweht ein Hauch von Abenteuer. Das ist unbestritten der Fall, denn wenn du dich für diese Lebensform entscheidest, verlässt du unweigerlich die Komfortzone – fixes Geld, fixe Arbeitszeiten, fixe Dienstvorgaben, fixe Urlaubszeitregelung … á la Cluburlaub – fixes Hotel, fixes 24-Stunden Buffet, fixes Animationsprogramm.

Nix ist fix, wenn du eine Reise machst. Jeder Tag schenkt dir etwas Neues, Unbekanntes. Du folgst dem Lockruf des Abenteuers und genießt das Eintauchen in Erfahrungen und Bewältigen von Aufgaben. Bevor du also den Gewerbeschein löst, überleg dir, welcher Typus dir näher liegt: Club- oder Erlebnisurauber? Rückschlüsse lassen eventuell erkennen, ob dein Naturell eine selbständige Lebensweise gutheißt.

Planung – Vorbereitung – Risikominimierung

Wenn du schon Reisen unternommen hast, kennst du den Prozess der Vorbereitung und weißt, gewisse Dinge muss man auf sich zukommen lassen. So auch mit Businessplan und Selbständigkeit aus: Man kann viel im Vorfeld bedenken, planen und vorbereiten, jedoch nicht alles. Man informiert sich, checkt die Chancen, kalkuliert das Risiko, wägt ab, rüstet sich entsprechend und startet.

Du hast also eine Geschäftsidee … Arriba, arriba – legen wir los!

 

Businessplan

 

Damit dein Start in die Selbständigkeit gelingt – Businessplan Teil 1

 

Folgende 5 Eckdaten stecken den Rahmen deines Businesskonzeptes ab. Mit ihnen, und dem ausgearbeiteten 15-Punkte Business-Leitfaden hast du am Ende einen sehr soliden Tourguide für den Weg in die Selbständigkeit.Du solltest dich jedoch nicht nur im Vorfeld der Gründung damit beschäftigen, sondern ihn auch danach immer wieder zur Hand nehmen.

Selbst wenn dein Unternehmen bereist voll läuft, kläre mithilfe des Businessplans immer wieder ab: Wo steh ich, wie und wo geht es weiter? Was erfordert die aktuelle Situation? Mach es wie auf Reisen mit Tourplan und Landkarte. Ein Blick in die Umgebung, ein Blick auf Karten und Plan, Lage checken, Entscheidung treffen. Los geht’s.

 

Das sind die 5 Kapitel deines Businessplans

 

 

In diesem Beitrag (Businessplan Teil 1) zeige ich dir, welche 7 Punkte du zur Abklärung der Realisierbarkeit beachten musst und liefere dir einen Leitfaden für das schriftliche Unternehmenskonzept.

Eventuell suchst du im Rahmen deiner Unternehmensgründung nach Investoren, Finanzierungsmöglichkeiten, Fördermittel oder Lieferanten. Dann wird man dich nach deinem Unternehmenskonzept fragen. Hier hast du eine Anleitung dafür:

 

Die Abklärung der Realisierbarkeit der Geschäftsidee

Halte  diese  7 Punkte schriftlich fest:
  • Wie lautet die Geschäftsidee
  • Die Person dahinter – Persönliche Qualifikation
  • Gewerbliche Voraussetzungen
  • Marktchancen
  • Finanzierbarkeit des Vorhabens
  • Standortanalyse
  • Gewerbliche Sozialversicherung

Eine gute Selbstorganisation Erfolgsplanung ist das A und O des Erfolges: Unternehmenskonzept für soliden Geschäftsaufbau (Teil 1).

 

Unternehmenskonzept – Leitfaden

 

Der folgende Leitfaden hilft dir, dein Unternehmenskonzept schriftlich vorzubereiten und liefert dir Aufschluss über die Realisierbarkeit deines Vorhabens. Folgende 15 Punkte solltest du bedenken, klären und schriftlich ausarbeiten. Je gründlicher du vorbereitet bist, desto leichter fällt die Gründung:

 

  1. Unternehmerin / Gesellschafter, Art und Branche des Unternehmen

    Vorstellung der Gründerperson, des Gesellschafters, des Unternehmens, Lebenslauf, Erfahrungen, Ausbildung, Qualifikationen

Beispiel: Bella Bley / Jürgen Bley, Bley-Stift OG, Werbeagentur
Ausbildung: Akademie für Mediendesign & Werbung, Dipl. Mediendesigner; Texter, Grafiker, …

 

  1. Geschäftsidee

Kurze Vorstellung der Idee.

Beispiel: Text- und Grafikdiensleistungen für EPU, KMU, Künstler und Ärzte. Werbe- und Marketing Beratung und Konzeption anbieten. Unternehmen brauchen Werbemittel: Geschäftdrucksorten, Broschüren, Flyer, Folder, Kataloge, Autobeschriftungen, Schilder, Werbebanner, Plakate, Produktverpackungen, Streuartikel, Internetauftritte. Wir erstellen Webseiten, Grafiken, Texte und kümmern uns um die Druckabwicklung …

 

  1. Detailbeschreibung der Dienstleistung / des Produktangebotes

Hier werden die einzelnen Dienstleistungen bzw. Produkte aufgelistet.

Beispiel: Logo, Illustrationen, Photoshop Bildbearbeitung …
Slogan, Anzeigentext, PR, Blogartikel …

 

  1. Der Markt

Marktgröße, Marktnische, Struktur, Zukunftstrends

Beispiel: Deutschsprachiger Raum (A, D, CH), EPU – Gründer, Dienstleister, Kleingewerbe, Online-Marketing, Blogbusiness … siehe Marketingplan – für soliden Geschäftsaufbau Teil 2

 

  1. Die Konkurrenz

Die Mitbewerber und deren Positionierung, Stärken und Schwächen

Beispiel: Werbeagentur XY, Global Player, Brandmarketing, TV-Werbung, für KMU zu teuer … (ausführlich wird das Thema Konkurrenzanalyse noch im kommenden Beitrag Marketingkonzeption behandelt)

 

  1. Die Kunden

Kontakte, Zielgruppen

Beispiel: Weiblich, 36+, EPU/KMU-Dienstleister wie Heilpraktiker, Ausbildungsleiter, Mentaltrainer, Schmuckdesigner … (Aus führlich wird das Thema Zielgruppen noch im kommenden Beitrag Marketingkonzeption behandelt.)

 

  1. Rechtliche Rahmenbedingungen

Gewerbeschein (Businessplan Teil 2), Rechtsform  (Businessplan Teil 3)

Beispiel: Werbeagentur, OG

 

  1. Unternehmensstandort

Gründe für die Standortwahl, eventuelle Genehmigungen

Bedenke: Kundenfreqeunz, Erreichbarkeit, Internetverbindung, Gewerbegebiet, Outletcenter, Innenstadt …

 

  1. Marketing und Werbung

Angebots- und Produktgestaltung, Preisgestaltung, Marketing- und Kommunikationsstrategie, Verkauf- und Vertriebswege, Werbemaßnahmen …

Mehr: Im kommenden ausführlicher Beitrag zum Thema Marketingplan – Absatzstrategie für soliden Geschäftsaufbau.

  1. Zeitplan

Zeitpunkt der Gründung, Meilensteine, Saisonale Konjunktur

Bedenke: Wann ist der Start? Meilensteine wären, dass davor alle notwendigen Werbemittel zur Ankündigung der Geschäftseröffnung, zum Angebot usw. fertig und im Umlauf sind, dass die Geschäftseinrichtung vollständig vorhanden und einsatzbereit ist, Lager und Regale gefüllt sind …

 

  1. Rechnungswesen

Art und Umfang des Rechnungswesens, Registrierkassenpflicht,
Kostenrechnung -> in der roten Box am Ende des Ariktel, oder in der Sidebar kannst du du dir den kostenlosen Finanzplaner herunterladen. Damit hast du die volle Kontrolle über Planumsatz, Investitionen, Liquiditätsplanung

Bedenke: Fakturierung, Zahlungsverkehr, E/A-Rechnung oder Bilanzbuchhaltung, Lohnverrechnung, Steuern- und Abgabenleistungen, Jahresabschluss, Einkommenssteuererklärung etc. Wer kümmert sich um all die Dinge? Eine Steuerkanzlei, ein Bilanzbuchhaltungsservice, eine mobile Buchhalterin oder wie viel davon willst und kannst du selber machen?

  1. Finanzierung und Risikoabsicherung

Finanzierbarkeit und Finanzierungsmöglichkeiten, Gefahren, Risikovorsorge

Tipp: Sprich mit deiner Hausbank, hole alternative Angebote ein, berate dich mit dem Finanzberater deines Vertrauens, wäge Risiken gründlich ab und triff entsprechende Absicherungen zB. durch eine Betriebsunterbrechungs- oder Verdienstentgangsversicherung, Kranken- und Unfallversicherung, Betriebshaftpflichtversicherung, Rechtschutzversicherung, …

 

  1. Lieferanten

Lieferkonditionen, Zuverlässigkeit

Tipp: Informiere dich unter Branchenkollegen und über die Webseiten der Anbieter über ihre Angebote, Konditionen, Referenzen

  1. Personal

Mitarbeiteranzahl, Beschäftigungsausmaß, Qualifikationen

Beispiel: 1 Bürokraft, 20h/W, PC- und Buchhaltungskenntnisse

 

  1. Organisation

Welche Aufgabenbereiche werden von wem abgedeckt.

Beispiel: Text und Konzept – Bella Bley, Grafik und Web – Jürgen Bley, Rechnungswesen – Buchhaltungsservice, …

Jetzt bist du dran: Zu welchem der 15 Punkte im Leifaden für das Unternehmenskonzept hast du eine spezielle Frage? Stelle sie in den Kommentaren. Möchtest du ein Mentoring, meine Hilfe und Unterstützung beim Businessplan erstellen? Kontaktiere mich.

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2 Kommentare

  1. 27. Februar 2017    

    Der Artikel kommt mir gerade Recht. Ich meine, dass ich mich am Beginn der Realisation meiner Geschäftsidee befinde. Was mir jedoch Kopfzerbrechen bereitet, ist die Rechtsformwahl. Ob mir ein Steuerberater behilflich sein kann, da könnte ich auch direkt Steuer relevanten Fragen beantwortet bekommen.

    • 28. Februar 2017    

      Ich emfehle jedem Unternehmen, die steuerliche und buchhaltärische Seite des Geschäfts in die Hände von Professionisten zu legen. Man soll sich auf seine Kernaufgaben besinnen. In Sachen Marketing, Werbung und Steuern mit Partner zusammenarbeiten, die darauf spezialiserit sind. Manche Steuerberater bieten auch Gründungsberatung an und geben Auskunft über die geeignete Rechtform. Auch die Wirschaftskammer bietet Gründerberatung an und man kann sich zur Wahl der Rechtsform beraten lassen.

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ich heiße Bella Bley. Reisen. Kreativ & selbständig sein. Die Berufung erfolgreich zum Beruf machen. Arbeiten wann und wo ich will, sich frei fühlen, entfalten können, selbstbestimmt und unabhängig sein. Ist das auch genau deins? Prima. Dann bist du hier richtig. Bei mir geht es ums Reisen – die Welt und dabei sich selbst dabei entdecken. Um die kreative Schöpferkraft und darum, den inneren (Lebens)Künstler zu entfalten. Und um ein erfülltes Berufsleben. Ich unterstütze dich strategisch und kreativ, deine Berufung erfolgreich zum Beruf zu machen. Als Tourismuskauffrau, Dipl. Mediendesignerin, Texterin, Marketing- & Mindstyle-Mentorin stehe ich dir mit Rat und Tat zur Seite.

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